SPD diskutiert über Parteispitze

Veröffentlicht am 09.10.2019 in Ortsverein

Eine halbe Million SPD-Mitglieder in Deutschland sind demnächst dazu aufgerufen, die neue Parteispitze zu wählen. Grund genug für die Ortsvereine im östlichen Schurwald, über die sieben noch verbliebenen Bewerber-Duos zu diskutieren. Die meisten der etwa 15 Genossen, die sich am Mittwoch im Birenbacher Ratscafé versammelt hatten, waren in der Frage zu Beginn noch unentschieden. Im Laufe des Abends kristallisierte sich jedoch die nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete Christina Kampmann und Europa-Staatsminister Michael Roth als das von vielen favorisierte Kandidatenpaar heraus.

„Grandios“ empfand Genosse Hans-Peter Hartmann die Stimmung auf der Regionalkonferenz in Filderstadt, auf der sich die Teams kürzlich vorstellten: „Man hat eine SPD im Aufbruch erlebt.“ Das Paar Kampmann/Roth bringe alles dafür mit. „Selbst die Älteren sagen, es müssen jetzt Jüngere ans Ruder“, sagt eine Sozialdemokratin. „Verbrauchte Gesichter sehen wir auf den Zetteln reichlich“, meinte auch Helmut Jakob. Die SPD müsse jetzt beweisen, dass sie es mit dem Neuanfang tatsächlich ernst meine. Benjamin Christian bricht für Olaf Scholz eine Lanze: „Er kann nicht für den Neuaufbruch stehen, aber ich kaufe ihm ab, dass er aus Sorge um die Partei kandidiert.“ Ein Gemeinderat der Freien Wähler aus Birenbach – das einzige Nichtmitglied an diesem Abend – würde ebenfalls für das „junge Paar Kampmann/Roth“ stimmen, wenn er dürfte: „Sie stehen für eine Erneuerung. Lauterbach und die anderen hatten ihre Chance ja schon.“ Juso Oliver findet auch die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken und den ehemaligen NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans wegen ihrer linken Politik gut.

Bei der Probeabstimmung entschieden sich dann folgerichtig zehn der Sozialdemokraten für Kampmann/Roth, zwei für Geywitz/Scholz und nur jeweils einer für Köpping/Pistorius, Mattheis/Hirschel und Esken/Walter-Borjans.

Quelle: Südwest Presse